Die türkische Shisha

Türkische Shisha ist die Bezeichnung für eine Wasserpfeife, die in der Türkei traditionell genutzt wird. Sie wird dort mit dem Wort „Nargile“ bezeichnet. „Shisha“ ist das persische und in Nordafrika gebräuchliche Wort für Glas. Ursprünglich stammt die Wasserpfeife aus dem indischen Raum, wo sie mit Naturmaterialien wie Bambusrohr und Kokosnuss den beliebten Rauchgenuss bot. Seinen Ursprung findet das in der Türkei gebräuchliche Wort „Nargile“ oder auch „Narghilé„ in „Narikela“, was Kokosnuss bedeutet. Auf dem Markt sind verschiedene Wasserpfeifen erhältlich, die je nach ihrer Herkunft unterschiedliche Bezeichnungen tragen.


Die Wasserpfeife und ihr Weg von Indien bis nach Europa

Ab dem 16. Jahrhundert wurde die Wasserpfeife im Osmanischen Reich bekannt. Dort hat sich seither eine regelrechte Shisha-Kultur entwickelt. Geselligkeit und Wasserpfeifenrauchen gehören zusammen. Das Shisha-Rauchen ist Zeit der Entspannung. Dabei darf ruhig auf farbenfrohen Kissen gelegen werden. Die Wasserpfeife wird als Zeichen der Gastfreundschaft und der Geselligkeit verstanden, das Rauchen wird zelebriert. Zur Wasserpfeife werden Getränke kredenzt, vor allem gerne Tee, da er den Geschmack des Wasserpfeifentabaks entschärft. Von der Türkei aus verbreitete sich der gesellschaftsfähige Trend in die arabische Welt bis nach Persien. Die Idee dieser geselligen Gemütlichkeit beim Rauchen der arabischen Wasserpfeife verbreitete sich im europäischen Raum und kam so auch nach Deutschland und ist mittlerweile Kult geworden.


Das türkische Original

Die Wasserpfeifen, die in der Türkei genutzt werden, sind im deutschen Shisha-Markt recht selten anzutreffen. Der Shisha-Markt wird von den preiswerteren arabischen Shishas dominiert. Der hauptsächliche Unterschied der türkischen Shisha zur arabischen Shisha ist die durchgängige Herstellung aus Metall oder Messing, während die aus Ägypten stammenden arabischen Varianten mit einem Glaskörper gearbeitet sind. Wer auf der Suche nach der türkischen Shisha ist, kann sie in türkischen Geschäften entdecken oder er importiert sie eigenhändig aus der Türkei, da die Preise in Deutschland sehr hoch angesiedelt sind.